Je besser das Gleichgewichtsgefühl eines Bergsteigers trainiert ist, um so leichter kann er sich fortbewegen (das gilt natürlich nicht nur für Bergsteiger). Das Gleichgewichtsgefühl der Hochgebirgsträger ist hochentwickelt. Sonst hätten sie keine Überlebenschance. Sie stellen die Füße eng nebeneinander und plazieren die Lasten hoch. Die dickeren und schwereren Leute verfügen ebenfalls über ein gutes Gleichgewichtsgefühl. Sonst hätten sie keine Überlebenschance. Bemerkenswert ist, daß die dickeren Leute herrlich tanzen können (fast alle).
 
Im Hochgebirge, wo die zur Verfügung stehende Leistung des menschlichen Organismus schwach ist, kann man durch das auf dem Seil austrainierte Gleichgewichtsgefühl die Kräfte sparen: Das ist eine alte Idee der Bergsteiger.
 
Auf den Fotos: A. Bermann gibt Seillaufen-Unterricht den Bergsteigern der vereinigten Everest-Expedition der nepalesischen und indischen Armeen (Khumbu-Eisfall in dem Mt. Everest-Gebiet, 5300 m über dem Meeresspiegel, März 2003).